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Die künstliche Befruchtung – endlich schwanger werden

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Viele Paare in Deutschland sind kinderlos und das ganz unfreiwillig. Oft versuchen sie über Monate oder sogar Jahre hinweg, ein Kind zu bekommen, was aus verschiedenen Gründen einfach nicht zu funktionieren scheint. Wenn selbst Schwangerschaftsyoga oder andere alternative Wege nicht helfen, wählen Paare oft die künstliche Befruchtung als letzte Methode, damit sich der Kinderwunsch doch noch erfüllt. Vielleicht belastet deinen Partner und dich eine ähnliche Situation? Im Zusammenhang mit der künstlichen Befruchtung können allerlei Fragen auftauchen, die wir versuchen, im Folgenden zu beantworten. Welche Arten der künstlichen Befruchtung es gibt, wie ein typischer Ablauf aussieht und welche Chancen und Risiken sich verbergen, erklären wir dir hier.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine künstliche Befruchtung?

Die künstliche Befruchtung umfasst verschiedene Methoden der Kinderwunschbehandlungen, bei welchen spezielle Ärzte, sogenannte Reproduktionsmediziner, die assistierte Reproduktion leiten, wenn die Schwangerschaft auf natürliche Weise nicht zustande gekommen ist. Im Vorfeld ist häufig eine Hormonbehandlung notwendig, um den Körper speziell auf die geplante Schwangerschaft vorbereiten zu können.
Bei der künstlichen Befruchtung können verschiedene Methoden gewählt werden.

  • In-Vitro-Fertilisation (kurz IVF): Bei der IVF werden dem weiblichen Eierstock nach vorheriger Hormonbehandlung Eizellen entnommen, welche daraufhin mit der Samenzelle des Partners im Laborglas zusammengeführt werden. Nach einer erfolgreichen Befruchtung wird diese wiederum in die Gebärmutter eingesetzt. Die Befruchtung findet demnach außerhalb des Körpers statt und der ganze Prozess kann einige Wochen dauern.
  • Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI): Die Behandlung bei der intrazytoplasmatische Spermieninjektion ist ähnlich wie bei der In-Vitro-Fertilisation. Im Gegensatz dazu wird allerdings eine einzelne Samenzelle direkt in die weibliche Eizelle injiziert. Daraufhin wird diese nach gelungener Befruchtung in die Gebärmutter übertragen.
  • Samenübertragung (Insemination, intrauterine Insemination, IUI): Bei dieser Art der künstlichen Befruchtung werden die männlichen Samenzellen direkt in die Gebärmutter übertragen werden. Die Befruchtung findet innerhalb des Körpers statt.

Welche Kosten entstehen bei der künstlichen Befruchtung und welche werden von der Krankenkasse übernommen?

Pauschal lässt sich leider nicht sagen, welche Kosten bei einer künstlichen Befruchtung entstehen. Dies ist stets abhängig von der gewählten Methode, wie viele Behandlungszyklen nötig sind, um eine Schwangerschaft zu erzielen sowie welche Medikamente eventuell noch zusätzlich genommen werden müssen. Bei der In-Vitro-Fertilisation kostet die Behandlung pro Zyklus um die 3000 Euro und zusätzliche circa 1500 Euro, welche die Hormonbehandlung und die Arztkosten umfassen. Die Insemination kann eine Behandlung im Spontanzyklus rund 200 Euro kosten. Allerdings liegen die Kosten bei dieser Art der künstlichen Befruchtung mit Hormonstimulation schon bei 1000 Euro und zusätzlichen 750 Euro für mögliche Medikamente.

Das übernimmt die Krankenkasse

Jedoch gibt es eine gute Nachricht – die Krankenkassen übernehmen in jedem Fall die Hälfte aller Kosten, die im Zuge der künstlichen Befruchtung auf dich zukommen! Das ist so gesetzlich festgelegt. Darüber hinaus werden in der Regel die Behandlungskosten der Diagnose für die eigentlichen Gründe der Unfruchtbarkeit übernommen und eine möglich folgende Hormonbehandlung.
Allerdings müssen einige Voraussetzungen für die Übernahme der Kosten bei einer künstlichen Befruchtung gegeben sein: Wenn sich ein Paar ein Kind wünscht, so muss dieses verheiratet sein und es dürfen nur die Ei- und Samenzellen der Ehegatten für die Behandlung verwendet werden. Des Weiteren spielt das Alter beider eine Rolle. Die Frau muss mindestens 25 und unter 40 Jahre alt sein und der Mann darf nicht älter als 50 Jahre alt sein. Ist dies gegeben, werden generell die Kosten für acht Inseminationen ohne vorherige Hormonstimulation, drei Inseminationen mit Hormonstimulation oder drei IVF-Behandlungen übernommen.
Es ist ratsam, sich trotzdem einmal bei der eigenen Krankenkasse zu informieren. Vielleicht werden sogar noch mehr Kosten übernommen. In jedem Fall sollte vorher ein Behandlungsplan eingereicht werden.

Wie sieht der Ablauf einer künstlichen Befruchtung aus?

Den Ablauf einer künstlichen Befruchtung kann man leider nicht pauschalisieren, da dieser je nach eigener Situation verschieden ausfallen kann. Doch lassen sich allgemeine Behandlungsschritte näher erläutern. Im Folgenden werden dabei die zwei häufigsten Arten der künstlichen Befruchtung näher erklärt.

Ablauf einer In-Vitro-Fertilisation

Der erste Schritt bei dieser künstlichen Befruchtung ist die Hormonbehandlung, bei der zu Beginn Hormonpräparate eingenommen werden, die die körpereigene Hormonausschüttung regulieren sollen, um den Eisprung der Frau besser kontrollieren zu können.
Daraufhin wird der Frau ein follikelstimulierendes Hormon, was auch FSH genannt wird, gespritzt. So werden die Eierstöcke hormonell stimuliert, sodass mehrere befruchtungsfähige Eizellen entnommen werden können. Es ist nicht immer notwendig, eine solche Stimulation durchzuführen. Andernfalls wird die IVF in den normalen Menstruationszyklus integriert.
Nach etwa einer Woche seit Beginn der Hormonstimulation wird dann der Arzt kontrollieren, wie groß und welche Reifestufe die Eizellen erreicht haben. Wenn das Ergebnis zufriedenstellend ist, wird die Hormoneinnahme beendet und das Hormon HCG wird injiziert, welches den Eisprung einleitet. Dies geschieht etwa neun bis elf Tage nach Beginn. Circa 36 Stunden später können dann mit einer feinen Nadel die Eizellen aus dem Eierstock entnommen werden und wird gleichzeitig per Ultraschall kontrolliert. Für diesen Eingriff werden entweder Beruhigungs- oder Schmerzmittel verabreicht oder unter Umständen findet er unter einer kurzen Volldiagnose statt. Am gleichen Tag benötigen die Ärzte frisches oder tiefgefrorenes Sperma des Partners. Die Samenflüssigkeit wird im Labor aufbereitet, woraufhin sie zusammen mit der Eizelle in eine Nährflüssigkeit gebracht wird. Dann soll es im Brutschrank zur Befruchtung kommen. Dies wird mit Hilfe eines Mikroskops geprüft, woraufhin der Rest der Eizellen eingefroren oder vernichtet wird. Nachdem die nun befruchtete Eizelle im Brutschrank gelagert wurde, setzt der Arzt sie zwischen dem zweiten und sechsten Tag nach der Eizellentnahme durch die Vagina in die Gebärmutter ein. Hierbei werden ein bis maximal drei Eizellen mit Hilfe eines dünnen Katheters übertragen. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, dieser Eingriff tut in der Regel kaum weh!
Nach circa 14 Tagen wird in der Kontrolluntersuchung überprüft, ob die Schwangerschaft geklappt hat oder nicht. Dazu kann das Hormon HCG im Blut der Frau nachgewiesen werden.

Ablauf einer intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Der Ablauf einer intrazytoplasmatischen Spermieninjektion unterscheidet sich nur leicht von der Behandlungsweise einer In-Vitro-Fertilisation. Dabei sei anzumerken, dass ICSI meistens öfter verwendet wird als die IVF-Methode und eignet sich insbesondere für Männer mit einer eingeschränkten Fruchtbarkeit, da nur eine befruchtungsfähige Samenzelle benötigt wird.
Allgemein findet wie bei der In-Vitro-Fertilisation vorab eine Hormonbehandlung statt, woraufhin die zu befruchtenden Eizellen aus dem weiblichen Eierstock entnommen werden. Die Eizellen werden dann mittels der ICSI-Methode befruchtet, indem das Spermien direkt in die Eizelle injiziert wird. Diese werden dann in den Brutschrank gegeben und beobachtet. Wenn die Befruchtung erfolgreich war und sich die Eizelle weiterentwickelt hat, wird sie schließlich in die Gebärmutter eingesetzt.

Welche Chancen und Risiken haben künstliche Befruchtungen?

Viele Paare fragen sich nun, welche Chancen künstliche Befruchtungen haben und welche Risiken oder Nachteile damit verbunden sein können.
Zunächst einmal lässt sich sagen, dass die durchschnittliche Geburtenrate nach IVF oder ICSI pro Behandlungszyklus bei 15 bis 20 Prozent liegt, was jedoch immer abhängig von den  persönlichen Umständen ist. Die Erfolgswahrscheinlichkeit hängt dabei auch vom Alter der Frau und der Art der Fruchtbarkeitsstörung. Deshalb kann es manchmal mehrere Behandlungszyklen dauern, ehe es endlich mit der ersehnten Schwangerschaft klappt.
Natürlich besteht bei einem solchen medizinischen Eingriff immer das Risiko, dass einzelne Behandlungsschritte misslingen. Beispielsweise können keine befruchtungsfähigen Eizellen gewonnen werden oder die befruchtete Eizelle nistet sich nicht in der Gebärmutterschleimhaut ein. Auch die vorherige Hormonstimulation kann mitunter eine seelische und körperliche Belastung für die Frau sein.
Doch nicht nur von der weiblichen Seite aus kann es kompliziert werden. Eventuell hat ihr Partner mit verschiedenen Samzellbildungsstörungen zu kämpfen.

Doch trotz all dieser scheinbar unüberwindbaren Risiken solltest du die Hoffnung auf ein Baby nie aufgeben. Zusammen mit deinem Partner, der dich unterstützt und deinem behandelnden Arzt werdet ihr diese Hürden nehmen!

Tabea

Tabea

Online-Redakteurin

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