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Der Milchstau – so kannst du ihn lösen

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Nun hast du endlich die Geburt deines Kleinen überstanden und kannst es zum ersten Mal in den Armen halten – was für ein unbeschreibliches Gefühl! In den nächsten Tagen und Wochen wirst du all deine Zeit und Kraft in die Pflege und die Bedürfnisse deines Kindes stecken. Ob wickeln, kuscheln oder stillen – das gehört zu deiner neuen Routine. Gerade letzteres kann für viele frischgebackene Mütter ein Fluch und Segen zugleich sein. Das Stillen, welches nachweislich die Bindung zwischen Mutter und Kind stärkt, kann zum einen eine tolle Möglichkeit sein, dem Kind die ganze Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken. Andererseits ist es wohlmöglich mit Schwierigkeiten verbunden. Wenn du aufgrund eines Milchstaus deine Brust kaum noch spüren kannst und dein Baby einfach nicht mehr trinken will, geraten viele Mütter an ihre physischen und mentalen Grenzen. Brustbeschwerden sind dabei ein wichtiges Thema, da sie schon vor und besonders nach der Geburt vermehrt auftreten. Oft geben Frauen ihre eigenen, oft negativen Erfahrungen weiter, was die Unsicherheit nur noch stärker werden lässt. Umso wichtiger ist es sich von seiner Hebamme und des Frauenarztes unterstützen zu lassen, damit sie dir helfen, den Milchstau und weitere Beschwerden in den Griff zu bekommen. Was ein Milchstau ist, wie du ihn erkennst und was zur Linderung beitragen kann, erläutern wir dir hier.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der Milchstau und woher kommt er?

Ein Milchstau entsteht, wenn die Brust beim Stillen des Kindes nicht ausreichend „geleert“ wird. Das kann passieren, wenn das Kleine nicht richtig an die Brust angelegt wird, sodass es physisch unmöglich ist, dass das Baby richtig trinken kann. Auch ein zu kurzes oder zu weniges Stillen kann eine mögliche Ursache für einen Milchstau sein. Hierbei ist es stets essentiell zu verstehen, dass die Stilldauer immer von der Trinkgeschwindigkeit des Kleinen und dem Milchfluss abhängt. Deshalb kann eigentlich nur dein Baby die Dauer des Stillvorgangs vorgeben. Neben einer ungünstigen Stillposition ist es möglich, dass der eigentliche Milchgang blockiert ist und das Baby gar keine Muttermilch bekommt. Darüber hinaus können weitere Gründe für einen Milchstau ein zu enger (Still-) BH oder Stress und Mangelernährung sein.

Welche Symptome können bei einem Milchstau auftreten?

Im Zusammenhang mit dem Stillen des Kindes ist es wichtig, über die Symptome eines Milchstaus aufgeklärt zu sein, um so selbst erste Maßnahmen einleiten zu können, bis die eigene Hebamme einem weiterhelfen kann. Dieses Wissen kann dir einerseits deine Hebamme oder dein Gynäkologe vermitteln oder die Milchstau Symptome werden im Rahmen eines Geburtsvorbereitungskurses erklärt.
Bei einem Milchstau können verschiedenen Symptome auftreten, die jedoch im Einzelnen unterschiedlich ausfallen können. Es ist üblich, dass sich die Brust stellenweise oder ganz verhärtet, welches ein gestautes Brustgefühl verursacht. Sie wirkt unter Umständen erwärmt und ist leicht gerötet. Je nach der Intensität eines Milchstaus können zudem grippeähnliche Symptome mit teilweiser erhöhter Temperatur auftreten. Es kann außerdem vorkommen, dass die Brust bei einer Berührung schmerzt. Aus diesem Grund fürchten sich viele Mütter vor dem Stillen ihres Babys. Die damit verbundenen Ängste und Schmerzen können sich in dieser schon emotionalen Zeit dann schnell in den Vordergrund schieben. Deshalb ist es umso besser, einen Milchstau erst zu vermeiden oder im Fall der Fälle eine Hebamme des Vertrauens an der Seite zu haben.

Wie kann ich selbst den Milchstau lösen und wie hilft mir meine Hebamme dabei?

Um einen Milchstau zu lösen, ist es wichtig zu verstehen, dass die Muttermilch unbedingt abfließen muss. Feuchte Wärme kann helfen, die Brust zu entleeren. Wenn nur eine Stelle der Brust vom Milchstau betroffen ist, kannst du sie wie folgt lösen: Dazu kann das Baby so an die schmerzende Stelle angelegt werden, dass das Kinn und die Zunge in Richtung der gestauten Stelle zeigen. Diese kann dann vorsichtig in Richtung der Brustwarze massiert werden. Auch die Änderung der Stillposition kann Abhilfe schaffen. Sollte die ganze Brust betroffenen sein, so empfiehlt es sich, diese mit der Hand auszustreichen oder zur Not eine Pumpe zur Hilfe zu nehmen. Nach dem möglichen Stillen oder dem Entleeren der Brust kühlst du deine Brust, damit sie sich beruhigen kann. Dazu eignen sich in der Regel Quarkumschläge. In manchen Fällen sind auch homöopathische Mittel zum Lösen des Milchstaus geeignet. Allerdings bedarf es hier ausreichender Kenntnisse.
Es ist erwähnenswert, dass das Abstillen nicht zum Lösen des Milchstaus angewendet werden sollte. Es wird dir leider nicht helfen, dass du dich besser fühlst oder weniger Schmerzen hast.
Es kann dann bis zu zwei oder drei Tage dauern, ehe der Milchstau überstanden ist. Während dieser Zeit wird deine Hebamme täglich bei dir vorbeikommen und schauen, wie es dir und deinem Baby geht.Sollte sich aus dem Milchstau heraus eine Mastitis oder auch Brustdrüsenentzündung mit schweren Symptomen wie Fieber entwickeln, sollte umgehend ein Arzt verständigt werden. Während all dieser Schritte begleitet dich selbstverständlich deine Hebamme. Sie kann in einem persönlichen Gespräch mit dir mögliche Gründe für den Milchstau erkennen und dir zusätzliche Tipps zum Stillen geben.

Wie kann sich ein Milchstau vermeiden lassen?

Da die Muttermilch nach der Geburt des Kindes als sinnvollste Nahrungsquelle aufgrund der optimalen Zusammensetzung der Nährstoffe und dem zeitgleichen Schutz des Immunsystems gesehen wird, ist es von Vorteil, einen Milchstau so gut es geht zu vermeiden. Da Stress eine häufige Ursache dafür sein kann, werden entspannungsfördernde Maßnahmen empfohlen. Dies können beispielsweise ruhige Gymnastik- oder Yogaeinheiten sein. Des Weiteren ist die umfangreiche und professionelle Betreuung durch die Hebamme von großer Relevanz: Sie kann das Trinkverhalten deines Babys während des Stillens beobachten und schon mögliche Auslöser für einen Milchstau identifizieren. Darüber hinaus unterstützt sie dich selbstverständlich auch seelisch. Sie hilft dir mit den Sorgen und Ängsten umzugehen und gibt dir ein Gefühl von Sicherheit, sodass du zusammen mit ihrer Hilfe den Milchstau meistern wirst.

Tabea

Tabea

Online-Redakteurin

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