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Der Milcheinschuss in der Stillzeit

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Wenn die Geburt deines Kindes vorüber ist, beginnt eine großartige Zeit in deinem Leben: Du kannst es zum ersten Mal im Arm halten, mit ihm kuscheln und ihm all deine Liebe zeigen. Zu diesem neuen Alltag gehört für die meisten Frauen das Stillen der Kleinen dazu. Gerade, wenn du zum allerersten Mal Mutter geworden bist, können zahlreiche Fragen im Zusammenhang mit der Stillzeit auftreten. Ein paar Tage nach der Entbindung wirst du dann plötzlich bemerken, wie deine Brüste größer werden und Milch „einschießt“ – dies nennt man dann auch den Milcheinschuss. Wie es genau dazu kommt, warum der Milcheinschuss unter Umständen Schmerzen verursachen kann und wie du diese linderst, erfährst du hier.

Inhaltsverzeichnis



Was ist der Milcheinschuss und wie entsteht er?

Üblicherweise findet meistens zwei bis fünf Tage nach der Geburt ein deutliches Wachstum der Brüste statt, wodurch die Vormilch (Kolostrum) durch die Übergangsmilch für das Kind ersetzt wird. Diese Übergangsmilch wird dann die Hauptnahrungsquelle für das Neugeborene sein, bis circa 15 Tage nach der Geburt die richtige Muttermilch gebildet wird. In dieser Zeit nimmt die Milchproduktion allgemein zu, bis sie sich nach Bedarf des Kleinen schließlich einpendelt. In der Regel dauert der Milcheinschuss ein paar Tage, bis sich die neue Milch gebildet hat.
Dieser Milcheinschuss entsteht dadurch, dass sich die Plazenta kurz nach der Entbindung löst und so der Spiegel der Schwangerschaftshormone Progesteron und Östrogen sinkt. Aus diesem Grund haben einige Frauen ein mentales „Tief“ oder schlechte Laune nach der Geburt. Dafür sind eben diese Schwangerschaftshormone verantwortlich. Daraufhin schwellen die Brustdrüsen an und das Brustvolumen nimmt zu. Gleichzeitig wird die Durchblutung angeregt. Diese Vergrößerung der Brüste, die die Schwangere selbst deutlich spürt, wird dabei hauptsächlich durch einen Lymphstau im Drüsengewebe verursacht und weniger von der wirklichen einströmenden Milch. Man könnte demnach von einer Brustdrüsenschwellung sprechen. Damit die eigentliche Milchproduktion beginnen kann, erhöht sich ebenfalls der Hormonspiegel von Prolaktin.

Warum kann der Milcheinschuss Schmerzen verursachen und welche anderen Symptome treten auf?

Im Zusammenhang mit dem Milcheinschuss berichten viele Frauen von schmerzhaften Brüsten, die gerötet und verhärtet sind. Ein weiteres Anzeichen dafür ist das deutliche Anschwellen der Brüste und der Brustwarzen. Je nachdem, wie stark die schwangere Frau davon betroffen ist, können sich die Brustwarzen entzünden, was zu zusätzlichen Beschwerden führen kann. Darüber hinaus sind die Brüste empfindlich gegenüber Druck und spannen. Unter Umständen fühlen sie sich sogar heiß an. Dies liegt unter anderem daran, dass die Milchbildung begonnen hat und sich die Lymphflüssigkeits- und Blutzirkulation verstärken.
Der Milcheinschuss kann in der Regel leichte bis starke Schmerzen verursachen, da jede Frau den eigenen Milcheinschuss anders empfindet. Manche spüren diesen nur leicht, während andere zu Schmerzmitteln greifen müssen, um mit den Schmerzen des Milcheinschusses umgehen zu können. Allerdings kann sich aus anfänglichen unangenehmen Symptomen heraus teilweise auch eine Brustentzündung bilden. Es ist durchaus normal, dass du während dieser Zeit eine leicht erhöhte Temperatur hast. Solltest du dennoch Fieber bekommen oder während des Milcheinschusses sehr starke Schmerzen verspüren, dann ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Wenn deine Brust darüber hinaus stark gerötet und angeschwollen ist, ist ein Arztbesuch ebenso hilfreich.

Was kann ich tun, um die Symptome des Milcheinschusses zu lindern?

Es ist selbstverständlich nicht immer notwendig, sich von einem Arzt behandeln zu lassen, wenn du unter den Symptomen des Milcheinschusses leidest. Diese können stattdessen mit einfachen Tricks behandelt werden.
Bereits vor dem Stillen deines Kindes können feucht-warme Umschläge helfen, so dass das  Spannen der Brüste nicht mehr so unangenehm ist. Um den andauernden Druck aus der Brust zu nehmen, werden ein kurzes und sanftes Herausstreichen der Milch aus der Brust und vorsichtige Massagen empfohlen. Eine andere Möglichkeit ist die des kurzen Abpumpens der Muttermilch, bevor das Baby angelegt wird.
Des Weiteren ist es essentiell, dass das Kleine regelmäßig und häufig gestillt wird, eventuell sogar, bevor es zum Milcheinschuss selbst kommt. Nun kann man leicht denken, dass das häufige Anlegen eine stärkere Milchproduktion zur Folge hat. Jedoch ist das Gegenteil der Fall: Oft zu stillen, kann nämlich eine Möglichkeit sein, die Beschwerden eines Milcheinschusses zu lindern. Wenn das Kind nicht mehrere Male pro Tag angelegt wird, ist eine Verstärkung der Symptome möglich.
Nachdem du dein Baby nun gestillt hast, ist es ratsam, die Brust zu kühlen. Dazu kannst du einfache Hausmittel wie Quarkumschläge oder einen kalten Waschlappen benutzen.
Für den Anfang deiner Stillzeit ist die kompetente Unterstützung einer Stillberaterin oder einer Hebamme vor allem dann wichtig, wenn du dich unsicher fühlst. Sie können dir wertvolle Tipps geben und dich so bestmöglich unterstützen. Weiterhin bieten manche Kliniken und Verbände telefonische Beratungen zu allen Fragen zum Thema Stillzeit an.

Was ist der Milcheinschuss ohne Schwangerschaft oder Stillzeit?

Manche Frauen berichten von einem Milcheinschuss, der ohne Schwangerschaft oder Stillzeit aufgetreten ist. Bei diesem Milchfluss handelt es sich natürlich nicht um den eigentlichen Milcheinschuss, der ausschließlich nach der Geburt des Kindes in Erscheinung tritt. Stattdessen spricht man hier von Galaktorrhoe, bei der eine oft milchige Flüssigkeit aus der Brust austritt. Diese steht dabei oft in Verbindung mit einer Zyklusstörung, allerdings kann sie auch bei einem normalen Zyklus auftreten. Weitere Ursachen für Galaktorrhoe sind Hormonstörungen, die Einnahme bestimmter Medikamente oder mechanische Reize von außen. In jedem Fall ist die Behandlung beim Arzt empfohlen.

Abschließend kann man zusammenfassen, dass der Milcheinschuss bei den meisten Frauen ein paar Tage (meistens am dritten Tag) nach der Geburt eintritt, was ein deutliches Anschwellen und Spannen der Brüste zur Folge hat. Der Milcheinschuss kann des Weiteren Schmerzen bereiten, die allerdings von jeder Frau anders wahrgenommen werden. Um diese zu lindern, hilft Wärme und das häufige Anlegen des Kleinen an die Brust.
Mit diesen Tricks und der Unterstützung deiner Hebamme wirst auch du dies Hürde des Milcheinschusses überwinden können!

Tabea

Tabea

Online-Redakteurin

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