fbpx

Das Coronavirus in der Schwangerschaft

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email
Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email

Bereits seit einigen Wochen ist das Thema des neuartigen Coronavirus ein täglicher Bestandteil des Alltags. Ob in den Nachrichten, bei der Arbeit oder beim Einkauf im Supermarkt – das SARS-CoV-2-Virus spielt in allen Bereichen des Lebens eine bedeutende Rolle. Viele Leute fürchten sich nun auf die Straße zu gehen oder mit anderen in Kontakt zu kommen. Dies geht auch vielen Frauen so, die sich in ihrer Schwangerschaft befinden. Dabei können Fragen zur eigenen Ansteckung und der möglichen Gefährdung des ungeborenen Kindes oder die möglichen Untersuchungen beim Gynäkologen das Gewissen der Schwangeren plagen. Damit bist du nicht allein! Im Folgenden versuchen wir, etwas Licht ins Dunkle zu bringen und erklären, wieso du dir bezüglich der möglichen Übertragung auf das Kind keine Sorgen machen musst und wie du dich in der möglichen Quarantäne als Schwangere am besten verhältst.

Inhaltsverzeichnis

Ist man in der Schwangerschaft gefährdeter sich mit dem SARS-CoV-2-Virus anzustecken?

Aktuell gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass schwangere Frauen ein erhöhtes Risiko hätten, sich mit der neuen Lungenkrankheit Covid-19, welche durch das Coronavirus ausgelöst wird, anzustecken. Sie sind dementsprechend nicht gefährdeter als die restliche Bevölkerung ausgenommen der Risikogruppen wie ältere Menschen oder Personen mit bestimmten Vorerkrankungen. Dies kann daran liegen, dass Schwangere in der Regel nicht zu den Risikogruppen gehören, da sie häufig jung sind und über einen guten gesundheitlichen Zustand verfügen.

Kann sich mein Kind an Covid-19 während der Schwangerschaft infizieren?

Eine Frage, die vielen Frauen in der Schwangerschaft auf dem Herzen liegt, ist die nach der möglichen Übertragung der Lungenkrankheit auf das eigene ungeborene Kind, falls man sich selbst infizieren sollte. Diese Sorge ist natürlich berechtigt, denn jede Schwangere möchte nur das Beste für ihr Kind und die Gesundheit steht dabei an vorderster Stelle.
Wir können dich beruhigen: Im Moment gehen die Forscher davon aus, dass sich das Coronavirus während der Schwangerschaft nicht auf das Baby überträgt. Es kommt also zu keiner „vertikalen Übertragung“ des SARS-CoV-2-Virus. Eine Ansteckung des Kleinen ist, laut aktuellem Stand, ausgeschlossen, wenn die Mutter bereits erkrankt ist . Ein Grund dafür kann der sogenannte Nestschutz sein, der die Neugeborenen in den ersten drei Monaten nach der Geburt vor Krankheiten schützt.

Weltweit wurden bis Februar 2020 nur 20 Fälle ausschließlich in China dokumentiert, bei denen sich eine Frau in ihrer Schwangerschaft mit dem neuartigen Virus infizierte. Bei all diesen Frauen wurde das Baby im Bauch nicht mit Covid-19 angesteckt und es ergaben sich keine weiteren Auffälligkeiten. Des Weiteren ist bisher nicht bekannt, dass sich eine positive Erkrankung mit dem Coronavirus in irgendeiner Weise auf das ungeborene Baby auswirkt. Dazu wurden neun Frauen aus dem chinesischen Wuhan untersucht, die sich alle im letzten Trimester der Schwangerschaft mit dem Virus angesteckt hatten und ihre Kinder per Kaiserschnitt zur Welt gebracht hatten. Leider weiß man nicht viel über die Effekte, wenn sich die Frauen schon im früheren Verlauf der Schwangerschaft mit dem SARS-CoV-2 angesteckt hätten. Man kann darüber hinaus natürlich auch Kritik an diesen Untersuchungen üben, da bloß neun Teilnehmerinnen näher untersucht wurden und so selbstverständlich nicht die breite Masse miteinbezogen wurde.

Treten besondere Symptome auf, wenn ich positiv auf das Coronavirus in der Schwangerschaft getestet werde?

Die Symptome, an denen du erkennen kannst, ob du dich möglicherweise mit dem Virus infiziert haben könntest, unterscheiden sich in der Schwangerschaft nicht von denen einer nicht-schwangeren Frau. In den bereits getätigten Untersuchungen bei Frauen mit Covid-19 hatte keine der Teilnehmerinnen eine schwere Lungenentzündung oder erlitt den Tod. Man nimmt außerdem an, dass leichte bis mittelschwere Symptome bei schwangeren Frauen auftreten würden, die denen einer Grippe ähneln können. Allerdings ist ein komplizierterer Krankheitsverlauf möglich, wenn bereits vor der Schwangerschaft Vorerkrankungen der Lunge oder des Herz-Kreislauf-Systems vorlagen.

Was soll ich tun, wenn ich als Schwangere Kontakt zu einem Infiziertem hatte?

Am wichtigsten ist es, dass du erst einmal die Ruhe bewahrst! Der Kontakt zu einem Infiziertem bedeutet nicht, dass du mit Sicherheit auch mit dem SARS-CoV-2 angesteckt wurdest. Trotzdem ist es ratsam, dich telefonisch an deinen Gynäkologen zu wenden, der dich dann über weitere Maßnahmen informiert. Außerdem kannst du dich per Telefon an dein zuständiges Gesundheitsamt wenden oder auch Kontakt zum ärztlichen Kassen-Bereitschaftsdienst aufnehmen. Es ist wichtig zu verstehen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt keine Behandlungen und keinen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt. Aufgrund dessen ist es umso entscheidender nichts zu verschweigen, insbesondere gegenüber seinem eigenen Gynäkologen oder anderen Ärzten. Du wirst in jedem Fall behandelt, doch müssen je nach Fall bestimmte Schutzmaßnahmen zu deinem eigenen Schutz und dem gegenüber anderen getroffen werden.

Auswirkungen auf die Schwangerschaft bei Covid-19

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass sich Covid-19 in einer Weise negativ auf die Schwangerschaft auswirkt und es führt auch nicht zu einem höheren Fehlgeburtenrisiko. Es ist trotzdem wichtig, die Schwangere und vor allem das kleine Baby genauer zu beobachten, wenn sich dessen Mutter mit dem Coronavirus infiziert hat. Dies ist vor allem empfehlenswert, da  die meisten Untersuchungen bisher an der Allgemeinbevölkerung durchgeführt wurden und häufig nicht speziell an schwangeren Frauen.
Darüber hinaus ist es von großer Wichtigkeit, den eigenen behandelnden Frauenarzt oder die Frauenärztin umgehend zu kontaktieren, wenn man ein positives Testergebnis mit dem neuen Coronavirus erhalten hat. Je nach den jeweiligen Symptomen und in Absprache mit deinem Arzt kannst du dich dann entweder zu Hause erholen oder musst bei schwereren Symptomen im Krankenhaus behandelt werden.

Was kann ich tun, wenn ich mich in der Selbstisolation befinde und mir Sorgen um mein Baby mache?

Wenn du dich in der Selbstisolation befinden solltest, weil du entweder Kontakt zu einem Infizierten hattest oder selbst an Covid-19 leidest, ist es wichtig, gewisse Dinge mit deinem Gynäkologen und deinem Gesundheitsamt festzulegen, falls sich dein gesundheitlicher Zustand außerplanmäßig verändern sollte. Dies ist vor allem von Bedeutung, damit dein Arzt und du schnell und effizient auf mögliche Verschlechterungen deines Zustandes reagieren könnt. Es ist auch empfehlenswert, ein Krankenhaus in deiner Nähe ausfindig zu machen, die mitzuführenden Unterlagen zu sortieren oder sich Gedanken zum Transport in die nächste Klinik zu machen. Generell solltest du immer zuerst mit deinem Frauenarzt sprechen, wenn du dich in deiner Schwangerschaft in Quarantäne unbehaglich fühlst. Bezüglich der vorgeburtlichen Termine ist die Absprache mit dem Gynäkologen ebenso ratsam, da diese aufgrund der Selbstisolation eventuell verschoben werden müssen oder können.

Ablauf der Geburt, wenn die Schwangere an Covid-19 erkrankt ist

Solltest du dich während der Schwangerschaft mit dem SARS-CoV-2-Virus infizieren, dann steht  einer normalen Geburt trotzdem nichts im Wege. Du musst also nicht mit einem geplanten Kaiserschnitt rechnen, wenn du dich entschieden hattest, auf natürlichem Wege zu entbinden. Natürlich werden die involvierten Ärzte und Hebammen etwas sensibler mit der Situation umgehen und für die nötige Schutzkleidung sorgen.
In manchen Kliniken kann es passieren, dass keine Begleitpersonen wie der Vater des Kindes bei der Geburt dabei sein dürfen. Dies stellt für die entbindende Frau oftmals eine zusätzliche Belastung dar. Allerdings ist die Personalsituation in vielen Krankenhäusern zur Zeit oftmals angespannt. Informier dich deshalb vorab beim Krankenhaus. Des Weiteren fürchten sich viele Frauen davor, dass ihnen ihr Baby nach der Geburt weggenommen wird. Dies ist nicht der Fall. Es kann zwar schwierig sein, konkrete Aussagen zur Ansteckung über das Stillen und den damit verbundenen Körperkontakt zu tätigen, allerdings scheint das Stillen sogar eher förderlich zu sein, um den Infektionsschutz des Kleinen möglichst lange aufrechterhalten zu können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass du dir keine Sorgen um dein Kind machen musst, wenn du dich während der Schwangerschaft mit dem SARS-CoV-2-Virus infizieren solltest. Bisher gibt es keine dokumentierten Fälle, in denen sich auch das Baby mit dem Virus angesteckt hat. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass du stets Rücksprache mit deinem Gynäkologen und deinem Gesundheitsamt hältst, die mit dir zusammen den weiteren Weg der Genesung planen können.

Tabea

Tabea

Online-Redakteurin

Optimal versorgt vom Kinderwunsch bis zur Stillzeit.

  • Mit Folsäure, DHA und weiteren wichtigen Vitaminen
  • Hergestellt in Deutschland
  • Clever sparen im praktischen Abo
  • 30 Tage Geld-zurück-Garantie
Femmoal Verpackung