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Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft

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Um Frauen in der Schwangerschaft und in der Stillzeit vor möglichen Gefährdungen, Überforderungen und Gesundheitsschäden beim Arbeits-, Ausbildungs- oder Studienplatz zu schützen, trat bereits 1952 eine erste Version des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) in Kraft. Dieses regelt bis heute die Tätigkeiten, Arbeitszeiten und Schutzfristen für werdende und stillende Mütter, um sie vor möglichen Gesundheitsgefahren, aber auch vor Benachteiligung zu wahren. So können ebenfalls finanzielle Einbußen und der Verlust des eigenen Arbeitsplatzes verhindert werden. Die damit verbundenen Mutterschutzfristen, welche allgemein sechs Wochen vor der Geburt beginnen und acht Wochen nach der Entbindung enden, geben der Frau die nötige Zeit, sich auf die Geburt vorzubereiten und nicht zusätzlich die körperliche Anstrengung eines Jobs auf sich nehmen zu müssen. Über diesen Zeitraum hinaus kann es jedoch sein, dass du ein Beschäftigungsverbot in deiner Schwangerschaft bekommst. Was ein Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft bedeutet und ob du trotzdem deinen vollen Lohn erhältst, kannst du hier lesen.

Inhaltsverzeichnis



Was ist ein Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft?

Ein Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft bedeutet, dass du als Arbeitnehmerin während deiner Schwangerschaft aufgrund von verschiedenen Ursachen von deiner generellen Arbeitspflicht befreit bist. Der Hintergrund dafür ist, dass ein Arbeitgeber einer schwangeren Mitarbeiterin grundsätzlich keine Aufgaben geben darf, bei denen die werdende Mutter oder das ungeborene Kind „nicht verantwortbaren Gefahren“ ausgesetzt sind. Damit das nicht passiert, muss der Arbeitgeber den Arbeitsplatz umgestalten oder die Schwangere an einen anderen Platz umsetzen. Wenn solche Maßnahmen nicht ergriffen werden können, wird mitunter ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen. Jedoch muss der Arbeitgeber alles Mögliche tun, um dich als Arbeitnehmerin weiterhin beschäftigen zu können. Ein Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft kann dabei entweder von der zuständigen Aufsichtsbehörde oder von einem Arzt erteilt werden. Im letzten Fall wird das Verbot auch als ärztliches Beschäftigungsverbot bezeichnet.

Bekomme ich bei einem Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft trotzdem mein volles Gehalt?

Wenn du nun ein Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft erhalten hast, fragst du dich sicherlich, ob du dennoch dein volles Gehalt ausgezahlt bekommst oder ob du mit finanziellen Einbußen rechnen musst. Zunächst einmal bekommst du innerhalb der gesetzlichen Schutzfristen das Mutterschaftsgeld und zusätzlich einen Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld. Die Höhe des Mutterschaftsgeldes ist dabei das durchschnittliche Entgelt der letzten drei Kalendermonate vor der Schwangerschaft. Wenn man während der Schwangerschaft eine neue Arbeitsstelle annimmt, so gilt hier das durchschnittliche Gehalt der ersten drei Monate der Beschäftigung. Das Mutterschaftsgeld wird dabei wie ein ganz normaler Lohn gehandhabt, sodass Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden müssen.

Anders ist es, wenn du ein zusätzliches Beschäftigungsverbot in deiner Schwangerschaft erhalten hast: Dein volles Gehalt wird dir dann trotzdem gezahlt, du erhältst also ein vollumfängliches Arbeitsentgelt. So ist gewährleistet, dass du trotz deines Beschäftigungsverbotes in der Schwangerschaft nicht auf dein Gehalt verzichten musst.

Unter welchen Umständen wird ein Beschäftigungsverbot erteilt?

Um in der Schwangerschaft ein Beschäftigungsverbot zu bekommen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.
Generell besteht ein Arbeitsverbot für Schwangere, die sonst unter bestimmten Belastungen arbeiten. Das gilt beispielsweise für Nacht- und Sonntagsarbeit oder die Arbeit am Fließband. Darüber hinaus darfst du als Schwangere nicht arbeiten, wenn eine erhöhte Unfallgefahr aufgrund von Maschinen oder anderen Gerätschaften besteht oder du mit gesundheitsgefährdenden Stoffen zu tun hast. Es ist ebenfalls nicht erlaubt, unter der ständigen Aussetzung von Gasen, Lärm, Kälte oder Nässe zu arbeiten. Solltest du bei der Stelle schwer heben müssen oder erledigst andere körperlich beanspruchende Aufgaben, so besteht auch hier in der Schwangerschaft ein Beschäftigungsverbot. Vielleicht arbeitest du in einem Berufsfeld, in dem du viel stehen musst. Ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat darfst du dann nicht mehr zur Arbeit gehen. In den Wochen davor muss dir dein Arbeitgeber regelmäßige Sitz- und Ruhepausen gewährleisten, damit du deinen Körper nicht zu sehr beanspruchen musst.
Nun fragen sich einige Frauen, ob sie trotz ihrer Schwangerschaft und dem verbundenen Beschäftigungsverbot arbeiten gehen dürften. Allgemein ist es nur dann erlaubt, wenn es wirklich der ausdrückliche Wunsch der Schwangeren ist. Außerdem muss sie sich von ihrem Arzt untersuchen lassen, der prüft, ob die gesundheitlichen Voraussetzungen gegeben sind. Schließlich muss die zuständige Aufsichtsbehörde noch die Genehmigung erteilen.

Neben diesem generellen Arbeitsverbot kann der Arzt ein individuelles Beschäftigungsverbot während und noch nach der Schwangerschaft erteilen. Voraussetzung dafür ist, dass die frischgebackene Mutter nach der Entbindung nicht so leistungsfähig ist.

Gibt es in der Schwangerschaft verschiedene Beschäftigungsverbote?

Es kann von zwei verschiedenen Beschäftigungsverboten gesprochen werden, welche sich darin unterscheiden, wer die jeweiligen Arbeitsverbote erteilt.
Zum einen gibt es das betriebliche beziehungsweise das behördliche Beschäftigungsverbot, das Frauen in ihrer Schwangerschaft schützen soll. Es wird entweder durch den Arbeitgeber oder die Aufsichtsbehörde erteilt, wenn die bei der Arbeit anfälligen Aufgaben ein Gesundheitsrisiko für die Frau und ihr Baby darstellen. In diesem Zusammenhang kann auch ein vorläufiges Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden, wenn der Arbeitgeber noch keine notwendigen Schutzmaßnahmen getroffen hat, die eventuell erst später eingerichtet werden. Solange darfst du allerdings nicht beschäftigt werden.
Nicht nur die Behörde kann in der Schwangerschaft ein Beschäftigungsverbot erteilen. Das sogenannte ärztliche Beschäftigungsverbot wird, wie es der Name schon sagt, von einem Arzt gegeben, wenn gesundheitliche Ursachen wie beispielsweise Komplikationen in der Schwangerschaft der Grund dafür sind. Dementsprechend liegt bei diesem Arbeitsverbot der Fokus auf der eigenen beziehungsweise der Gesundheit des Kindes. Der behandelnde Arzt überprüft dabei, inwiefern die Schwangere arbeitsfähig ist. Dies gilt nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch in den ersten Monaten nach der Entbindung. Es ist wichtig, dass der Arzt dann konkrete verständliche Gründe nennt, warum das Arbeiten nicht möglich ist. Unter Umständen stellt der Arzt fest, dass du verkürzt arbeiten oder anderen Aufgaben nachgehen kannst. In jedem Fall muss sich der Arbeitgeber an diese Vorgaben halten. Um sich von einem Arzt ein Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft erteilen zu lassen, musst du nicht zwingend einen Gynäkologen aufsuchen. Auch andere Ärzte sind dazu berechtigt. Darüber hinaus übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Kosten für ein Attest.

Tabea

Tabea

Online-Redakteurin

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