Biotin in der Schwangerschaft – wie Sie sich ausreichend mit dem Vitamin versorgen!

Biotin ist gut für Haut und Haare. Das hat jede Frau sicher schon gehört. Was aber genau ist Biotin und warum ist es für Schwangere wichtig?

Biotin – was steckt dahinter?

Biotin zählt zu den essentiellen Vitaminen. Das bedeutet, der Körper kann es nicht selbst bilden, sondern muss es über die Nahrung aufnehmen. Eine andere Bezeichnung ist Vitamin B7. Früher nannte man es auch Vitamin H. Das H deshalb, weil sich das Vitamin positiv auf das Wachstum von Haut und Haaren auswirkt. Außerdem ist Biotin gut für unsere Fingernägel: Es macht sie stärker und verbessert die Oberflächenstruktur. Was viele vielleicht nicht wissen: Biotin ist ebenso am Stoffwechsel beteiligt. Es hilft mit beim Abbau von Fetten, Cholesterin, Eiweißen und Kohlenhydraten. Der allgemeine Bedarf an Biotin liegt für Erwachsene zwischen 30 und 60 µg am Tag. Bei Babys liegt der Wert zwischen fünf und zehn µg täglich. Dies sind allerdings nur Schätzwerte des DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung). Man geht davon aus, dass schwangere und stillende Frauen eine erhöhte Menge des Vitamins zu sich nehmen sollten.

Welche Folgen kann ein Biotin-Mangel haben?

Ist der Körper nicht ausreichend mit Biotin versorgt, treten Mangelerscheinungen auf. Folgende Anzeichen sollten Schwangere und Stillende daher nicht außer Acht lassen:

  • Haarausfall
  • Muskelschmerzen
  • brüchige Nägel
  • Entzündungen der Haut und der Zunge
  • niedriger Blutdruck
  • Depressionen

Bei Auftreten einer oder mehrere dieser Symptome, sollte ein Arzt konsultiert werden. Denn letztendlich ist nur über eine Blutuntersuchung zu klären, ob ein Biotin-Mangel vorliegt. Durchgeführte Tierstudien liefern Hinweise, dass ein Biotin-Mangel möglicherweise zu einer anormalen Entwicklung des Embryos führen kann.

Was muss ich in der Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Körper das Biotin in der Schwangerschaft und Stillzeit schneller abbaut. Daher ist es wichtig sich ausgewogen zu ernähren. Gute Biotin-Lieferanten sind zum Beispiel Nüsse, Haferflocken, Eier und Bananen. Zusätzlich kann Biotin auch über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Eine Kapsel Femmoal Plus enthält beispielsweise weitere 60 µg des Vitamins. Eine Überdosierung mit Biotin und daraus resultierende negative Folgen sind nicht bekannt. Das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) rät allerdings, maximal 180 µg täglich aufzunehmen.